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10.03.2010 | Mittwoch

Ein heißer Tanz erwartet den SV Werder Bremen am morgigen Donnerstag beim Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel im spanischen Valencia (Anstoß: 21.05 Uhr). "Sie gehören zu den Top-Ten-Teams in Europa", lässt Per Mertesacker vor dem Aufeinandertreffen mit dem Dritten der spanischen Liga ehrfürchtig verlauten. Trotzdem sind die Bremer nicht ohne Chance: Denn wie man im Estadio Mestalla gewinnen kann, hat die Elf von Thomas Schaaf schon einmal vorgemacht.

Das letzte Pflichtspiel der Bremer bei Valencia CF datiert vom 7. Dezember 2004. Damals ging es um den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale. Das Estadio Mestalla glich damals einem Hexenkessel, als der eingewechselte Nelson Valdez in der 83. Minute die Führung für den SV Werder besorgte. Nach dem Treffer feierten die Spieler von Thomas Schaaf an der Eckfahne und wurden von den Valencia-Anhängern mit Bechern und Feuerzeugen beworfen. Spätestens jetzt waren alle Gemüter erhitzt. Kurz vor dem Abpfiff holte Miguel Angulo den Torschützen böse von den Beinen, sah Rot und ermöglichte Valdez so indirekt die Chance zum 2:0: Borowskis Freistoß fand den heutigen Dortmunder, der sein zweites und das für diese Partie entscheidende Tor erzielte. "Das waren meine wichtigsten Tore und meine schönsten Erinnerungen bei Werder", erinnert sich Nelson Valdez heute.

Dass das Publikum morgen im Estadio Mestalla wieder einen denkwürdigen Europapokalabend erleben wird, daran zweifelt Tim Borowski nicht: "Bei einem Europa-League-Finale Werder Bremen gegen den FC Valencia wären sicherlich sehr viele Zuschauer ins Stadion gekommen. Nun treffen zwei Topteams aber schon in der Runde der letzten 16 aufeinander", erklärt der Mittelfeldspieler. "Ich denke man kann von einem Duell auf Augenhöhe sprechen, die Chancen stehen 50:50. Wir brauchen uns vor Valencia nicht zu verstecken und müssen selbstbewusst an die Aufgabe herangehen. Letztlich ist es egal, wer auf dem Papier der Favorit ist. Entscheidend ist, was Donnerstagabend auf dem Platz passiert."

Thomas Schaaf kann sich indes über die Rückkehr von Philipp Bargfrede und Clemens Fritz freuen. Beide werden zum Kader für das Auswärtsspiel in Valencia zählen. Bargfrede hat seine Erkältung überwunden, bei Clemens Fritz machte am Dienstag im Training der bis dahin lädierte Oberschenkel keine Probleme mehr: Der 29-Jährige "habe keine Schmerzen", wie er selbst versicherte. Damit entspannt sich die Personalsituation beim SV Werder genau zum richtigen Zeitpunkt. Wie lange Fritz allerdings in Valencia zum Einsatz kommen kann, ist noch ungewiss: "Nach der Verletzungspause kann ich noch nicht sagen, ob die Luft bei mir wirklich schon für 90 Minuten reicht", so der ehemalige Nationalverteidiger.