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05.03.2010 | Freitag

Mit Christian Gross kam der Erfolg zurück nach Stuttgart. Als der Schweizer die Schwaben im Winter übernahm, standen zwölf Punkte aus 15 Spielen zu Buche. Mittlerweile sind alle Abstiegssorgen verflogen. Die Bilanz von sieben Siegen in neun Partien zeigt eindrucksvoll auf, wie gut die Arbeit von Gross beim VfB fruchtet. Am Samstag (Anstoß im Weser-Stadion um 15.30 Uhr) will Thomas Schaaf mit seinen Jungs gegen den Mitkonkurrenten aus Stuttgart trotzdem drei wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze einfahren.

Beim den Schwaben hat ein Mann namens "Helmut" gerade einen absoluten Lauf: Als Cacau erstmals von Bundestrainer Joachim Löw in die Nationalelf berufen wurde, machte sich der ehemalige Stuttgarter Ludovic Magnin den Spaß, ihm einen typisch deutschen Spitznamen zu verpassen. Magnin wechselte zurück in die Schweiz, der Spitzname blieb. In den letzten beiden Ligaspielen traf "Helmut" Cacau insgesamt sechsmal. In der Champions League besorgte er das 1:0 gegen den FC Barcelona. Und auch beim Länderspieltest gegen Argentinien unter der Woche war der gläubige Christ einer der wenigen Lichtblicke im DFB-Team. "Diese Woche wird seiner Karriere neue Impulse geben", erklärte Christian Gross danach. Ob die Glückssträhne des gebürtigen Brasilianers auch gegen den SV Werder anhält?

In jedem Fall wird das Duell zwischen Werder Bremen und dem VfB Stuttgart auf Augenhöhe ausgetragen. Beide Trainer wissen, dass die Punkte für den Kampf um die Europa-League-Plätze immens wichtig sind, könnte man doch so einen direkten Mitkonkurrenten schwächen. "Wir müssen versuchen, möglichst fehlerlos zu bleiben und gut verteidigen. In der Offensive haben wir unsere Stärken, so konnten wir auch das Torverhältnis zu unseren Gunsten drehen", offenbart Christian Gross seine Pläne. Aber auch sein Gegenüber Thomas Schaaf will die volle Punkteausbeute: "Nach hinten wollen wir Abstand dazwischen bringen und gleichsam uns in den Vordergrund schieben, nachsetzen, was Ergebnisse und Punkte betrifft, um die da vorne in keinster Weise zur Ruhe kommen zu lassen."

Große Hoffnung auf drei Zähler macht vor allem die Tatsache, dass die Bremer in der Bundesliga gegen kein Team öfter ins Schwarze trafen als gegen den VfB. Insgesamt 150-mal jubelten die Grün-Weißen in 87 Duellen mit den Schwaben. Die letzten beiden Tore für den SV Werder erzielten Claudio Pizarro und Aaron Hunt übrigens beim 2:0 im Hinspiel.