
01.03.2010 | Montag
Durch Treffer von Tim Borowski (31.) und Sebastian Prödl (50.) besiegte das Team von Trainer Thomas Schaaf am Samstag vor 20.300 Zuschauern den gastgebenden FSV Mainz 05 mit 2:1 (1:1). Für die Hausherren, die in der 45. Spielminute den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Bancé erzielten, war das die erste Heimniederlage seit dem 13. April 2009 (damals ein 1:2 gegen Freiburg), was Thomas Schaaf nach der Partie sichtlich freute: "Wir sind froh, dass wir die drei Punkte mit nach Bremen nehmen."
Der Werder-Coach hatte sein Team im Vergleich zum 4:1 gegen Twente Enschede vom Donnerstag auf drei Positionen umgestellt. Den Offensivkräften Marko Marin und Hugo Almeida gönnte er eine Pause und Torsten Frings musste wegen einer Gelbsperre pausieren. Dazu fielen Torwart Tim Wiese und Clemens Fritz (beide Oberschenkelprobleme) aus, die bereits gegen Enschede gefehlt hatten. Dafür rückten Aaron Hunt, Tim Borowski und Philipp Bargfrede in die Startelf des DFB-Pokalsiegers.
Die Mainzer begannen beherzt und mit großer Laufarbeit. Somit wurde der SV Werder anfangs in die Defensive gezwängt. Allerdings fehlte es dem Team von Thomas Tuchel an Präzision beim finalen Pass, sodass die Rheinhessen aus ihren Feldvorteilen kein Kapital schlagen konnten. Die Bremer hielten kämpferisch mit Mann und Maus dagegen und die Partie offen. Ein Revanchefoul von Florian Heller an Bremens vielseitigem Offensiv-Allrounder Hunt ließ Schiedsrichter Babak Rafati nicht durchgehen und zeigte dem Mainzer Spieler die Rote Karte.
Die Überzahl nach diesem Platzverweis konnten die Bremer prompt nutzen: Tim Borowski verwandelte nach einer halben Stunde einen Freistoß aus rund 25 Metern direkt zum 1:0 und überlistete in dieser Situation FSV-Keeper Heinz Müller, der mit einer Flanke gerechnet hatte. Doch die Mainzer zeigten Moral und drängten auf den Ausgleich. Der gelang in der 45. Spielminute Aristide Bancé, der seinen insgesamt sechsten Saisontreffer mit einem Gewaltschuss aus rund 20 Metern in das Tor von Wiese-Vertreter Christian Vander setzte.
Nach der Halbzeitpause machte die Schaaf-Elf dann den Sack zu. Der in der 27. Minute für den rotgefährdeten Außenverteidiger Aymen Abdennour eingewechselte Sebastian Prödl schloss einen sehenswerten Angriff mit einem platzierten Schuss zur neuerlichen Führung in der 50. Spielminute ab. Der knappe Vorsprung wurde dann bis zum Spielende verteidigt, was Werder-Trainer Thomas Schaaf sichtlich freute: "Es war heute wirklich nicht leicht, hier in Mainz zu bestehen. Sie haben uns alles abverlangt." Bremen erwartet nun am kommenden Spieltag den VfB Stuttgart im Weser-Stadion.