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04.02.2010 | Donnerstag

Findet der SV Werder ausgerechnet gegen die in dieser Saison enttäuschende Hertha aus Berlin seine Form wieder? "Wir haben uns sehr klar über die Situation unterhalten", erklärt Thomas Schaaf vor der Flutlichtpartie im Weser-Stadion (Freitag, 20.30 Uhr) gegen das Tabellenschlusslicht. Nun muss die Mannschaft ausgerechnet zum 111. Geburtstag des Vereins zeigen, ob sie verstanden hat, wie ernst die Lage in Bremen ist.

Am heutigen Donnerstag wird der SV Werder 111 Jahre her. Drei Tage lang soll nun an der Weser gefeiert werden. Reichlich Prominenz lässt sich aus diesem Grund in Bremen blicken. Nichts käme daher gelegener als ein Dreier am Freitagabend gegen Hertha BSC, gleichbedeutend mit dem Ende der Werder-Krise. "Natürlich wünschen wir uns ein Erfolgserlebnis", so Trainer Thomas Schaaf, "wir wollen ja einen Tag später einen Abend haben, der vielleicht etwas gemütlicher ist." Die 'Grün-Weiße Nacht' beschließt am Samstagabend die Jubiläumsfeierlichkeiten. Rund 2000 Gäste werden sich dann im Congress-Centrum Bremen einfinden, um die bekanntesten Vertreter der Region - neben den Stadtmusikanten - zu ehren.

Die Mannschaft, die laut Schaaf "sehr eng zusammengerückt" ist, wird wohl Veränderungen erfahren. Denkbar ist, dass der Coach Peter Niemeyer im defensiven Mittelfeld und Petri Pasanen auf der linken Abwehrseite vertraut und Neuzugang Abdennour sowie Tim Borowski eine Pause gönnt. Doch unabhängig davon, wer auf dem Platz steht, ist Schaaf wichtig, dass "das Gesamtgefüge wieder funktioniert." Daran wurde in den letzten Tagen bei den Werderanern hart gearbeitet.

Der Gegner ist trotz seiner misslichen Lage nicht zu unterschätzen. Man dürfe "nicht naiv sein zu glauben, der Tabellenplatz allein sage alles aus". Die Hertha ging noch vor Wochen als designierter Absteiger durch, scheint sich allerdings langsam wieder zu fangen. In der Rückrunde kassierte die Elf von Friedhelm Funkel noch kein Gegentor und holte aus drei Spielen immerhin fünf Zähler. "Viel wird nicht mehr von ihnen erwartet, umso befreiter können sie aufspielen", warnt Thomas Schaaf vor den Männern aus der Hauptstadt.

Gewarnt sind auch Innenverteidiger Naldo und Kapitän Torsten Frings: Beiden droht die fünfte Gelbe Karte, gleichbedeutend mit einem Spiel Pause. Schiedsrichter für das Freitagabendspiel (Anstoß: 20.30 Uhr) im Weser-Stadion ist Günter Perl aus Pullach.